Ionisierungsanlage System Gössi

wesentliche merkmale der Ionisierungsanlage

Thermische Desinfektion des Verteilnetzes

 Das Warmwasserverteilnetz besteht in der Regel aus einem Warmwasser-Vorlauf und einem Warmwasser-Zirkulations-Rücklauf. Damit im Netz keine Legionellen-Kontamination entsteht, wird dieses während der Nacht für ca. drei Stunden auf eine Temperatur von > 63°C erwärmt bzw. thermisch desinfiziert.

 

Sonderfall Ausstossleitungen

Keine thermische Desinfektion findet während dieser Zeit in den Ausstoss-leitungen statt. Als Ausstossleitungen werden die Verbindungsleitungen vom Verteilnetz bis zu den Entnahmestellen bezeichnet. Diese werden thermisch nicht des-infiziert, ausser es wird während der thermischen Desinfektion bei den Zapf-stellen Wasser entnommen, was eher die Ausnahme bleibt.

 

Legionellen-Schutz der Ausstossleitungen

Das Wasser in den Ausstossleitungen wird mit einer präventiven Massnahmen, näm-lich einer Ionisierung gegen Legionellen geschützt. Die Ionisierungsanlage befindet sich in der Sanitärzentrale. Über diese Anlage werden Ionen an das Warmwasser-verteinetz abgegeben. Wird an einer Zapfstelle Wasser entnommen, so gelangen die Ionen über das Verteilnetz in die Ausstossleitungen und von dort bis zu den Auslaufarmaturen. Diese präventive Ioni-sierung verhindert das Legionellen-Wachstum und die Entstehung des gefürchteten, hartnäckigen Biofilms. Die Ionen haben eine Langzeitwirkung. Werden die Zapfstellen einige Tage nicht benützt, also kein Wasser entnommen, ist der Schutz dennoch gewährleistet.

Die Ionisierung hat gegenüber den chemischen Verfahren - wie z. B. der Chlo-rierung oder dem Elektrolyse-Verfahren - den entscheidenden Vorteil, dass im Leitungsnetz keinerlei Materialschäden verursacht werden. Bei der Chlorierung resp. dem Elektrolyse-Verfahren besteht diese Gefahr. - Die Ionisierungs-Methode ist eine äusserst wirkungsvolle präventive Massnahme gegen die Legionellen-Vermehrung, sprich Ausbreitung. Das Vorgehen hat sich in der Praxis erfolgreich bewährt und durchgesetzt.

 

Vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV bewilligt

Dieses Verfahren zur Aufbereitung von Trinkwasser, ist im Anhang 4 der Verordnung über Trinkwasser sowie Wasser in den öffentlich zugänglichen Bade- und Duschanlagen (TBDV) anerkannt und somit konform zur aktuellen Lebensmittelgesetz-gebung.